Mittwoch, 25. Februar 2015

Essay: Fasnacht - Tradition im Kontrast zur Moderne

Fasnacht: Tradition im Kontrast zur Moderne
 
Fasnacht ist die fünfte Jahreszeit im Jahr. Für viele Leute ist sie gar die wichtigste Zeit im Jahr. Dieses Wort lässt viele Leute Freude verspüren, sobald sie es hören. In diesen Leuten entspringt eine neue Lebensader, welche sie zu genialen Sachen bringen kann. Sie bauen die prächtigsten Fasnachtswagen, oder besuchen mit einer Zunftgesellschaft unermüdlich Betagte und Behinderte, welche sich über ihr Anwesen freuen, oder sie spielen mit einer Guggenmusik an vielen Festen, um die Partygäste in Feierlaune zu bringen.
 
Doch ist wirklich alles so schön und toll, wie es wirkt? Der Alkoholkonsum an der Fasnacht ist übermässig, vor allem jüngere Generationen trinken mehr Alkopops und Bier an der Fasnacht. Auch werden immer jüngeren Leuten an Partys Einlass gewährt, so hat man heute als 14-Jährige keine Mühe, mit einem gefälschten Ausweis an eine Fasnachtsparty zu kommen. Die Kontrollen an Fasnachtspartys sind viel weniger streng, als an sonstigen Festen während dem Jahr. Aber nicht nur an den Festen sind diese jungen Mädchen und Jungs betrunken, auch an normalen Umzügen fragen sie ihre älteren Freunde, ob sie ihnen ein Bier holen könnten und lungern dann besoffen am Strassenrand herum.
 
Auch wenn man dann aus diesen Gründen die Fasnacht nicht mag, erfreut es wenn man über die alten Traditionen von Zünften erfährt. Viele Leute wissen gar nicht wie alt solche Zünfte sind und wie lange sie diese Bräuche und Traditionen schon leben. Ein gutes Beispiel dafür ist die „Zunft Heini von Uri“ aus Sursee, welche 1876 gegründet wurde, sich aber auf den im Jahre 1626 lebenden Hofnarren „Heini von Uri“ beruht. Dass solch alte Traditionen immer noch gelten ist eine bemerkenswerte Leistung.
 
Doch auch die Zünfte sind nicht so scheinheilig wie es auf den ersten Blick aussieht. Auch wenn sie an Umzügen, Besuchsfahrten und Festbällen immer sehr formatiert und orchestriert aussehen, sind sie wie neugeboren wenn der offizielle Teil vorbei ist. Da ich selbst Mitglied einer Zunft bin, weiss ich, dass hier genauso viel gesoffen wird, wie Jugendliche an Fasnachtspartys saufen. Es ist ein Gejohle und jeder tanzt hemmungslos. Soll man dies eigentlich überhaupt negativ werten? Denn diese Leute haben viel Spass, und ein Erwachsener soll doch auch mal Spass haben und sich ein paar Bier gönnen, ohne dass man es ihm übel nimmt, oder?
 
So soll man es auch einem Erwachsenen gönnen, dass er sich während der Fasnachtszeit wieder wie ein Kind fühlen darf und sich nach Lust und Laune verkleiden darf. Viele Leute verkleiden sich heutzutage, und man gehört eher zu der kleineren Gruppe wenn man unverkleidet an eine Fasnacht kommt. Auch die jungen Leute sind aus der Phase heraus wo es uncool war, als man sich verkleidete. Aber wie gesagt, heute ist der exzessive Alkoholkonsum in den jungen Jahren cool. Dass sich daran die fasnachtsunbegeisterten Eltern nerven ist nicht vom Mond hergeholt. Auch dass sich „Nicht-Fasnächtlerische“Anwohner sich über den Lärm, den Müll und das Übergebene von Besoffenen nicht freuen ist nicht schwer zu erraten. Also kann man daraus auch folgen, dass es viele Konflikte während der Fasnachtszeit geben kann.
 
Wie soll man als Anwohner mit einem 14-Jährigen Jungen umgehen, welcher vor deine Haustüre kotzt und dir nicht mal mehr sagen kann von wo er den Alkohol bekommen hat? Soll man ihn anschreien und seines Fehlers bewusst machen? Doch er versteht es sowieso nicht in seinem Zustand. Soll man dann um ihn Sorgen und Mitleid mit ihm haben? Welches von den beiden Möglichkeiten ist nun richtig?

In der Fasnachtszeit gibt es einige Konflikte zwischen den beiden Gruppen. Die Fasnächtler und Nicht-Fasnächtler kriegen sich schnell in die Haare. Doch trotzdem konnten die Probleme meistens solide gelöst werden. Man soll an der Fasnacht Geben und Nehmen, das ist doch das Schöne an der Fasnacht, man kann auch Kompromisse eingehen, denn Fasnächtler sind gesellige und soziale Menschen. Mehrheitlich…
Ein Essay von SIRI L. RÜEGG

Montag, 19. Januar 2015

Personenbeschreibung: Lord Burleigh

Lord Burleigh

Lord Burleigh ist einer der höheren Diener von Königin Elisabeth. Er ist ein Patriot und vertritt voll und ganz das Land England. Er kann es gar nicht leiden, dass Maria Stuart probiert den englischen Thron zu erobern. Nach seiner Meinung soll Elisabeth das Todesurteil für Maria Stuart sofort unterschreiben und so ihrem Land etwas Gutes tun. In den verschiedenen Auftritten im 4. Aufzug drängt Burleigh alle zur Hinrichtung der Königin Maria Stuart. Er spricht mit Davison darüber, dass der Befehl zur Hinrichtung möglichst bald aufgesetzt werden sollte. Man sollte keine Zeit mehr verlieren, bevor jemand sich noch umstimmt. Auch bestimmt er für die Königin, indem er einfach den Lord Aubespine aus dem Land verbannt und die Hochzeit absagt. Er wartet nicht auf die definitiven Befehle der Königin, was er am Ende des Dramas zu büssen hat mit der Verbannung, welche die Königin ihm zuteilt.
Lord Burleigh redet mit sehr fordernden Worten, was ihn kalt erscheinen lässt. Er ist nicht der Typ für lange Reden, seine Antworten sind kurz fordernd. Er wirkt auf diese Weise immer wütend und aggressiv. 

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Parodie: Die Leiden des jungen Werther

16. Junius

Warum ich dir nicht schreibe? Ganz einfach, ich habe besseres zu tun. Ich habe eine Bekanntschaft gemacht, die mein Herz nähre angeht. Kurz gesagt, ich habe etwas, was du niemals haben wirst. Sie ist, ja man könnte sagen ein Teufel. Dieses Geschöpf ist fies und hinterhältig, genau auf so etwas stehe ich. Sie ist alles, und doch bin ich nicht im Stande zu sagen wie unvollkommen sie ist. Sie hat nichts, weder Verstand noch Güte, dauernd ist sie wütend und kann nicht ruhig sein. Ihre Seele ist im Wahrsten Sinne des Wortes verunreinigt. Doch genau so etwas passt zu mir, sie bringt mich auf einen guten Weg. Diese Beschreibung trifft sie auf den Punkt, nichts dessen, was ich geschrieben habe ist garstiges Gewäsch. Ich musste dir das heute einfach erzählen, denn falls ich es vergessen würde, könnte ich nie mehr diesen Triumph der Überlegenheit auskosten. Selten wusste ich, dass ich so viel besser bin als du. Doch ich hatte Mühe den Brief zu schreiben, denn diese Frau zieht mich an, sie ist so abscheulich, dass es wieder positiv ist. Sie passt vollkommen zu mir, mit ihrem Namen Lotten. Traumhaft!

Mittwoch, 26. November 2014

Brief: Kritik an Werther

Guten Tag Herr Werther

Ich mache mir sichtlich Sorgen um dich. Dein Verhalten ist nicht mehr menschlich. Ich weiss nicht, ob es in meiner Pflicht liegt, als dein bester Freund, dich in die Psychiatrie einzuweisen.

Du musst endlich von Lotte loskommen, es ist krankhaft wie fest du dich an sie klammerst. Du wirst daran sterben, wenn wir nicht etwas ändern. Vertrau mir, junger Mann. Du hast noch dein ganzes Leben vor dir. Du könntest ein wundervolles Leben führen. Du könntest eine neue Frau finden, welche dich genauso entzücken wird. Du könntest deine jungen Jahre geniessen und verschiedene Frauen haben, du könntest Spass haben. Sieh, du hast dein Leben kaum entdeckt, du hast schon 2 Jahre deines Lebens verschwendet, um dieser ebenso krankhaften Lotte hinterher zu laufen. Du benimmst dich wie ein Hund. Ehrlich, es ist fast peinlich.

Du bist ein erwachsener Mensch und hängst an einer Frau, welche nicht nur dich, sondern auch schon andere Männer missbraucht hat. Sie lässt euch in sich verlieben und euch dann wahnsinnig werden, da ihr sie nie erreichen könnt. Man sollte sie verklagen! Such dir eine schönere, bessere, tollere, nettere, liebenswürdigere Frau. Du hast es verdient.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Worten ein wenig die Laune heben und dir helfen. Dein Wohlergehen liegt mir sehr am Herzen, schliesslich bist du mein bester Freund. Ich möchte dich nicht verlieren, mein Treuer. Ich mag dich wirklich.

Versuche dein Leben zu geniessen, bis bald!


Freundliche Grüsse
Wilhelm

Donnerstag, 13. November 2014

Erörterung: "Inwiefern ist Lessings „Nathan“ ein bürgerliches Trauerspiel, inwiefern nicht?"

Inwiefern ist Lessings „Nathan“ ein bürgerliches Trauerspiel, inwiefern nicht?

Das Drama „Nathan der Weise“ von Lessing spielt sich während der Zeit der Aufklärung ab. Als Protagonist steht Nathan im Vordergrund. Im Drama ist er „der Aufgeklärte“ und zieht als Jude eine Christin auf. Er ist sehr reich und grosszügig. Im Buch besteht der Adel aus Saladin und dem Patriarchen. Die beiden stehen eher für die „unaufgeklärten“ Menschen, vor allem der Patriarch. Doch kann man wirklich sagen dass Nathan der „ehrliche Mann“ ist und somit Lessings „Nathan“  dem bürgerlichen Trauerspiel nahe kommt? Diese Frage werde ich nun erörtern.

Nathan kommt dem ehrlichen Mann sehr nah. Es treffen viele Punkte darauf zu, dass er grosse Ähnlichkeit mit dem ehrlichen Mann hat, welcher typisch für ein bürgerliches Trauerspiel ist. Denn er ist nicht ein typischer Bürger, sondern ist reich und sehr grosszügig. Ausserdem hat er nahe Kontakte mit dem Adel, was impliziert dass er dem Adel näher steht. Jedoch gehört er nicht zum Adel und so steht er trotzdem in der Nähe des Bürgertums. Also ist er aus der Ständeklausel ausgebrochen, denn er ist der Protagonist und gehört nicht zum Adel.

Ausserdem ist Nathan familiär, er zeigt sich nicht sehr öffentlich, sondern bleibt für sich. Sowie passt es dass er tolerant ist und überhaupt keinen Drang nach Herrschaft hat. Dazu ist er auch noch intelligent und steht für den „Aufgeklärten“ im Buch. Dies sind alles Punkte was ihn zum bürgerlichen Helden machen. Denn mit seinen Eigenschaften kann er anderen helfen, egal wer sie sind. Er hat keine Vorurteile.

Ein weiteres Argument ist das der Saladin und der Patriarch, welche den Adel im Buch verkörpern, eher schlecht wegkommen. So wird im Buch der Patriarch als den „Unaufgeklärten“ dargestellt, welcher nur für sich denkt. Er hat mächtige Vorurteile gegenüber anderen Religionen. Saladin befreundet sich zwar mit Nathan, jedoch wird immer wieder angedeutet wie schlecht er mit Geld umgehen kann und dass er immer noch nicht ganz verstehen kann, dass man sich unter den Religionen gut verstehen kann. Trotzdem zeigt er einige positive Ansätze, sodass er im Allgemeinen positiv auf den Leser wirkt. Er scheint jedoch seine Entscheidungen nicht selbst zu entscheiden.


Bei dem Drama „Nathan der Weise“ ist es sehr schwer zu sagen ob es ein bürgerliches Trauerspiel ist oder nicht. Es gibt einige treffende Punkte die dafür stehen. Doch anderseits gibt es auch ein paar Gegenargumente, wie zum Beispiel dass man nicht ganz sagen kann wie der Adel auf den Leser wirkt. Zum Schluss würde ich sagen, dass das Drama sich sehr an ein bürgerliches Trauerspiel nähert, jedoch nicht ganz alle Kriterien erfüllt. 

Dienstag, 11. November 2014

Brief: Charakterisierung von Werther

Guten Tag Stefan

Gerade bin ich in der Schule und beschäftige mich mit dem Buch „Die Leiden des jungen Werther“. Da der Protagonist eine sehr interessante Persönlichkeit ist, dachte ich, ich sollte dir sie einmal vorstellen. Es wird dich sicher interessieren. 

Der Werther ist eine spezielle Person, er ist sehr gebildet, da er unter anderem griechisch spricht und sehr viel über die Kunst und die Natur weiss. Er kann den Homer übersetzen und liest auch des Öfteren aus ihm. Bis anhin erfährt man nichts über Aussehen und Alter von dem Herrn Werther. Doch vielleicht wird sich das ändern bis zum Ende des Buches. Ich nehme an, dass Werther eher eine junge Persönlichkeit ist. Er ist vom Charakter her ein ruhiger, optimistischer Typ. Er sieht in allem das Gute. Man erfährt am Anfang des Buches über seine Angst vor Blitz und Donner, also scheint er ein wenig ängstlich zu sein. 

Kennzeichnend für ihn ist seine unsterbliche Liebe zu Lotte. Seit er Lotte kennt gibt es für ihn keine Zeit mehr, er kennt Tag und Nacht nicht mehr, die ganze Welt dreht sich nur noch um Lotte. Diese Liebe zu Lotte kann für ihn unerträglich werden, denn sie ist bereits verlobt. Für Werther ist das ein Schock, denn schliesslich wollte er Lotte für sich. Er sucht seinen Trost in der Natur und der Literatur. 


Ich hoffe ich konnte dir den Arbeitstag mit dieser interessanten Personencharakterisierung ein wenig auflockern. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag. 

Freundliche Grüsse
Siri Rüegg

Donnerstag, 6. November 2014

Analyse: Komposition von Polarrot


Komposition von Polarrot

Das Werk „Polarrot“ hat einen Handlungsstrang, welcher aufgeteilt ist in verschiedene kleinere Haupthandlungen. Meistens hat es pro Ort, wo sich der Protagonist aufhält, ein bis zwei Schlüsselstellen, welche man aus Hauptknotenpunkte bezeichnen könnte.

Das Werk ist in Form einer Erzählung geschrieben, welche sich ziemlich chronologisch abhandelt. Jedoch gibt es einige Rückblenden, wo die Vorgeschichte neuer Personen erzählt wird. Der Erzähler erklärt meist sehr genau, was eine neue Person in seiner früheren Zeit gemacht hat.

Der Höhepunkt ist aufgeteilt auf mehrere Teile. Breiter steigt auf und fällt wieder, dann steigt er noch mehr und fällt dann wieder. Es ist eine Wellenbewegung, welche sehr gegensätzlich zu dem klassischen Aufbau eines Dramas nach Gustav Freytag. Es gibt nicht einen klaren Höhepunkt. Dafür gibt es einen sehr klaren Schluss. Der Autor lässt Breiter einen Gedankenwandel machen und Breiter setzt sich freiwillig ein, gegen die Deutschen sich zu wehren, obwohl es für ihn bei dieser Aktion keine Vorteile ergibt.

Es wird in einer Er-Perspektive erzählt. So kann man auch Handlungen mitbekommen, welche nicht direkt vom Protagonisten handeln. Man kann nicht ganz sagen ob es eine personale oder eine neutrale Perspektive ist. Es kommt beides vor, denn manchmal handelt es nur von Breiter und ist sehr persönlich gehalten, aber manchmal wird ausserhalb vom Geschehen erzählt. Man hat eine Innen- und eine Aussensicht.